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Allgemein, Backen

Regenbogentorte

Letzten Mai wurde meine Mitbewohnerin Lea gefragt, ob sie nicht jemanden kennt, der Interesse hätte, für ein neues Magazin zu schreiben und fragte mich. Ich sagte Ihr sofort ab und erklärte Ihr, dass es bestimmt ganz tolle Blogger gibt, die viel besser schreiben, kochen und fotografieren können als ich.

Meine Mitbewohner ließen aber nicht locker und gewannen mit dem Argument, dass meine journalistische Unprofessionalität das Ganze für die Leser nur noch authentischer machen würde und so entstand nicht nur mein kleiner Beitrag im Heft, sondern auch die Idee zu diesem Blog.
Bisher hatten mich mein nicht vorhandenes Computerwissen und meine nicht weniger vorhandenen Fotokünste immer davon abgehalten, meine angefangenen Blogs zu veröffentlichen.

Wenn man aber so tolle Mitbewohner hat wie ich, bekommt man zum 30. Geburtstag einfach einen Blog geschenkt. Anna und Martin saßen mit mir stundenlang in der Küche und arbeiteten an dem Grundgerüst, was sich nun „Mein Blog“ schimpft.

Da das Magazin Ende Juli erscheinen sollte, dachten wir uns das Thema Grillen aus. Also kochte ich an wunderschönen, sonnigen Maitagen alles, was mir so einfiel und wirklich jedes Mal, wenn alles fertig gekocht und fertig zum Fotografieren in schönem Tageslicht war, fing es aus dem nichts an zu regnen.

Trotzdem haben es der Quinoasalat und die Dips, die wir nebenbei zum Grillfest gemacht haben, wirklich ins Heft geschafft und wurden vom Straight-Team wunderschön in Szene gesetzt.

Regenbogentorte (aka. Bunter Zuckerkuchen)

Als Dankeschön und Freude darüber, dass ich dabei sein durfte und dass aus ein paar Texten und Fotos 2 so schöne Seiten wurden, habe ich eine kleine Regenbogentorte gebacken.

Warum dieser Eintrag nie veröffentlich wurde ? Leider ist die Speicherkarte meiner Kamera kaputt gegangen und alle 150 Fotos von diesem wirklich schönen Kuchen wurden gelöscht.
Gestern hab ich  2 nicht so schöne Schnappschüsse auf meinem Handy gefunden und dachte.. der nächste Geburtstag kommt bestimmt und Ihr bestimmt viel Fantasie.

Die Zubereitung ist total einfach, aber natürlich etwas aufwendiger!
Man muss 6 Kuchenböden backen und diese abkühlen müssen, bevor sie mit der Buttercreme in Berührung kommen, damit die Creme nicht zwischen den Kuchenböden wegschmilzt.

Je mehr Backformen Ihr habt, desto schneller geht es natürlich. Ich habe mit 3 Backformen gearbeitet, eine war im Backofen, eine hat ausgekühlt und eine stand in der Warteschlange zum Backen.

Zutaten für 14-18 Stücke:

  • 6 Eier
  • 500g Margarine (z. B. Alsan)
  • 1 TL Bourbon Vanille (z. B. von Rapunzel)
  • 250g Zucker
  • 650g Mehl
  • 2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 550ml Buttermilch
  • Lebensmittelfarbe in Regenbogenfarben

Für die Creme

  • 500g Margarine (z. B. Alsan)
  • 500g Puderzucker

Backofen auf 180 Grad vorheizen und Backform(en) einfetten.

Margarine, Zucker und Vanille mit Hilfe eines Handrührgerätes in einer großen Schüssel oder mit Hilfe einer Küchenmaschine schaumig schlagen. 3 Eier trennen, von Ihnen brauchen wir nur das Eiweiß. Die 3 Eiweiße und die restlichen 3 Eier in die Schüssel geben und alles gut verrühren.

In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen und im Wechsel mit der Buttermilch in die Eiermasse rühren.

Nun muss der Teig in 6 kleine Schüsseln gefüllt und eingefärbt werden. Damit die Kuchenböden gleichmäßig groß sind, wiegt ihr den Teig am Besten mit Hilfe einer Waage ab.

Den Teig aus einer kleinen Schüssel in eine Springform geben und ca. 10-12 Minuten backen, kurz in der Springform abkühlen lassen, aus der Springform nehmen und auf einem Backrost auskühlen lassen. Das Ganze nun noch 5 mal wiederholen.

So lange die Böden backen, könnt Ihr die Creme vorbereiten. Dazu Puderzucker sieben, die Margarine schaumig rühren und anschließend nach und nach den Puderzucker in die Magazine rühren.

Die Böden müssen vollkommen ausgekühlt sein, bevor Ihr sie mit der Creme bestreicht. Wenn man so ungeduldig ist wie ich, kann man sie auch kurz in den Gefrierschrank legen.

Nun kann der Kuchen geschichtet werden. Dazu werden die bunten Schichten der Reihe nach aufeinander gesetzt und jeweils eine dünne Schicht Buttercreme dazwischen gestrichen. Am Einfachsten geht dies mit Hilfe eines Tortenrings.

Nun muss das Äußere des Regenbogenkuchens mit Zuckercreme eingestrichen werden. Falls möglich, den Kuchen nochmal in den Gefrierschrank stellen. Dies erleichtert das Auftragen der Zuckercreme ungemein, da der Kuchen dann nicht so weich ist und alles ein wenig stabiler ist. Wer keine Streichpalette zu Hause hat, kann einfach den Rücken eines langen Messers nehmen und den Teig vorsichtig einstreichen.

Danach kann der Kuchen beliebig dekoriert werden oder einfach so serviert werden, bis zum ersten Anstich im Kühlschrank lagern.

Vorsicht … der Kuchen ist sehr süß! Es empfiehlt sich, kleinere Stücke zu schneiden :-)

 

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3. August 2015